Das „Malspiel“ bewertungsfrei erleben - nach Arno Stern

Jedes Kind liebt es, zu malen, und genießt seine bunte Spur auf dem Papier. Doch sehr schnell kommt jemand hinzu und lobt, bewundert, beurteilt, verbessert und bewertet das Entstandene und verdirbt damit dem Kind das Spiel. Das Kind passt sich nun den Erwartungen der Umwelt an und produziert, was von ihm erwartet wird – oder auch nicht. Die ersten „Ich kann nicht malen“-Kinder entstehen.
Dass dies auch anders geht, hat Arno Stern in den letzten 60 Jahren erforscht und in zahlreichen Büchern beschrieben. Wie gut tut es Kindern und Erwachsenen, das Malen wieder als das, was es ist zu erleben: als Spiel. Ohne Interpretation, Bewertung und Beurteilung. Es gibt kein richtig oder falsch, kein Vergleichen mit anderen, keine Begabungen und keine Beeinträchtigungen. Versteht man das Malspiel so, kann sich außergewöhnliches Können entwickeln und das Bewusstsein ungeahnter Fähigkeiten in einem harmonischen, wettkampflosen Gleichgewicht.
Wie beeinflussen diese Erkenntnisse unsere tägliche Arbeit mit den Kindern? Wie gehen wir in Zukunft mit den Werken der Kinder um? Wie viel Vermittlung von Techniken, Themenvorgaben und Malaufträgen sind noch möglich? Was gewinnt das Kind durch das bewertungsfreie Malspiel?
Diesen Fragen stellen wir uns theoretisch und im 2. Teil des Tages praktisch, beim Besuch des „Malorts“ in Würzburg.

Ort Vormittag: Institut für pädagogische Weiterbildung, Würzburg
Ort Nachmittag: Malort, Würzburg (Frauenland)

Referentin
Martina Juretzka
Martina Juretzka

Erzieherin, Kita-Leitung, Montessoripädagogin, langjährige Erfahrung in der Integrations- und Inklusionsarbeit sowie in der Arbeit nach dem "Offenen Konzept", Referentin im Bereich Erwachsenenbildung.

Termin
Montag, 5.02.2018
9:30 - 16:30 Uhr
Ort
Institut für pädagogische Weiterbildung, Würzburg
Nachmittag: Malort, Würzburg (Frauenland)
TeilnehmerInnen
10
Kursgebühr
95,00
Kursnummer
1740